Antifaschismus 2.0

Verschwörungstheorien und Faschismus im Web 2.0

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MIt Diffamierung und Anzeigen gegen Antifaschisten

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Wie schon in wer kennt wen (wkw) machen auch in Facebook Nazis aktiv Propaganda für ihre menschenfeindliche Einstellung. Gleichzeitig versuchen Rechte mit allen Mitteln antifaschistische Demokraten zu diffamieren und zu kriminalisieren.

 Hetzkampagnen und Anzeigen gegen Antifaschisten

 Schon seit längerer Zeit werden Antifaschisten insbesondere die Redaktionsmitglieder von www.antifaschismus2.de und deren Umfeld in wkw als „Linksfaschisten“, „Kriminelle“ und „Antideutsche“ diffamiert.

Dass dabei auch eine muntere Begriffsverwirrung herrscht, zeigt beispielsweise ein Beitrag, der in einer wkw-Gruppe zitiert wird, in dem von „antideutschen Nationalisten“ die Rede ist. Gleichzeitig wird Elias Davidson im selben Beitrag als „jüdischer Friedensaktivist“ bezeichnet. Dass der wiederholt eine Zusammenarbeit mit Rechten fordert und nichts dabei findet, sich öffentlich mit Leuten nationalsozialistischer Gesinnung zu treffen und bei ihnen zu referieren, verschweigt der Poster.

Jetzt hat die Gruppengründerin der Gruppe „Deutsche und ihre Rechte“ in wkw, Claudia H. aus F. in der Pfalz, Anzeige gegen mich erstattet. Die Frau, die in der Gruppe „Wir wählen rechts“ (!) Propaganda für die REP macht, holocaustleugnende, antisemitische und ausländerfeindliche Beiträge in ihrer Gruppe duldet oder gar fördert und übler ausländerfeindlicher Hetze zustimmt, fühlt sich beleidigt, weil ich sie wegen dieser Aktivitäten als Rechte bezeichnet habe. Die Anzeige  wurde von der Staatsanwaltschaft selbstverständlich abgewiesen.

Tatsächlich dürfte hinter dieser Anzeige eine Racheaktion stehen, weil sie u.a. wegen ihrer Propaganda für die rechtsextremistische Musikgruppe Sleipnir und anderer Aktivitäten vom wkw-Betreiber mehrmals gelöscht worden war.

Parallel dazu lief eine Diffamierungs- und Denunziationskampagne einiger Leute, an der ebenfalls Frau H. beteiligt war. In Mails an die Bundesgeschäftsstelle und die Fraktion der Partei DIE LINKE wurde versucht, Stimmung gegen mich zu machen.

All diese Aktionen haben ganz offensichtlich den Zweck antifaschistische Demokraten im Netz mundtot zu machen und aus wkw zu vertreiben. Im Zusammenhang damit steht auch die Aktion der Admins der Gruppe „Es reicht“, im deren Verlauf alle Redaktionsmitglieder von Antifaschismus 2.0 und viele Gruppenmitglieder aus deren Umfeld aus der Gruppe entfernt worden waren. Derzeit läuft in wkw eine Kampagne einiger Leute, in der Gruppengründer aufgefordert werden, Antifaschisten und andere Linke aus ihren Gruppen auszuschließen.

Die ver.di Bundesverwaltung prüft derzeit welche Maßnahmen möglich sind, nachdem eine Gruppe Rechter in die wkw - Gruppe "ver.di-Mitglieder" eingedrungen sind und sich dort entsprechend der Wortergreifungsstrategie breit machen. Die ver.di Bundesverwaltung legt Wert auf die Feststellung, dass es sich dabei nicht um eine offizielle ver.di Community handelt!

Virtuelle Wortergreifungsstrategie

In Facebook versuchen derweil die NPD und Kameraden aus deren Umfeld Fuß zu fassen. Richtig ist zwar, wie NPD-Blog.info schreibt, dass es den NPD – Anhängern nicht gelingt, hier wirklich zahlenmäßig etwas zu erreichen. Aber auch hier gibt es Beiträge, die bis hin zur Volksverhetzung reichen.

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So schreibt z.B. Alexander H.: „So viel Menschen, wie Juden aufgefressen und so viel Blut (Vampiren) ausgesaugt, schaft niemand anderer!!!“ (Fehler im Original) und: „Die Juden sind Weltmeister“. (vgl. auch Screenshots)

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Wie in wkw versuchen auch in Facebook die Rechten mehr und mehr Fuß zu fassen und mit ihrer Wortergreifungsstrategie – in der Regel freilich camoufliert – Meinungshoheit zu erreichen. Dabei kommt es gar nicht so sehr darauf an, dass die NPD grade mal nur etwas über 1000 Mitglieder mobilisiert (im Vergleich zu rund 150.000 Teilnehmer bei der Gegenaktion). Die wirkliche Gefahr ist weniger die Anzahl ihrer Mitglieder als die Strategie, sich mit sozialen Themen in Bereiche einzuschleichen, in denen man eben diese Rechten nicht erwarten würde (vgl. auch hier). Auf diese Weise gelingt es Rechten immer wieder ihre braune Brühe bis hin in linke Foren auszubreiten.

Hier ist Aufmerksamkeit und Wachsamkeit gefragt, weil nicht immer und alle rechten Äußerungen als solche erkennbar sind.

Nur der Vollständigkeit halber sei noch auf ein interessantes Profil eines NPD-Freundes in Facebook hingewiesen. Neben den üblichen Links der rechten Szene wie die JUNGE FREIHEIT sind hier auch die Adressen von schall und rauch, pi-news und anderen Infokriegersites aufgelistet. Dies zeigt einmal mehr welche politische Richtung von diesen Sites angesprochen wird.

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 27. Juli 2010 um 16:33 Uhr  

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Die Dortmunder NPD prahlt auf ihrer Website damit, die rechtspopulistische "Bürgervereinigung" Pro-NRW" angezeigt zu haben.
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