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rechte Strategien - Kultur
Geschrieben von: Bernd Merling   
Montag, den 26. Juli 2010 um 08:13 Uhr
Jetzt wissen wirs: Die 68er sind schuld. Schuld an Unmoral und Verderbtheit der heutigen Jugend und schuld auch an dem furchtbaren Unglück bei derLove Parade in Duisburg, das Eva Hermann als Sodom und Gomorrha bezeichnet. So instrumentalisiert die "Nachrichten"-Sprecherin des rechten Kopp - Verlages die Toten für ihre politischen Ziele.
"Die unheilvollen Auswüchse der Jetztzeit sind, bei Licht betrachtet, vor allem das Ergebnis der Achtundsechziger, die die Gesellschaft »befreit« haben von allen Zwängen und Regeln, welche das »Individuum doch nur einengen«", schreibt Eva Herrmann die Wächterin von Tugend und Moral und Kämpferin für eine deutschnationale Kultur, in der die Frau ihrer natürlichen Bestimmung nachgeht: Hausfrau und Mutter zu sein.

Eva Herrmann atmet auf: Endlich Schluss mit Sodom und Gomorrha


Endlich, so atmet sie auf, wird nun dem schamlosen Treiben in "Sodom und Gomorrha" ein Ende bereitet. "Eventuell haben hier ja auch ganz andere Mächte mit eingegriffen, um dem schamlosen Treiben endlich ein Ende zu setzen. Was das angeht, kann man nur erleichtert aufatmen!" schreibt sie wörtlich auf der Website des rechtsesoterischen Kopp-Verlags.
Für sie ist die Love-Parade ein Ereignis, bei dem man glaubt, "in der Verfilmung der letzten Tage gelandet zu sein, wie sie in der Bibel beschrieben werden. Viele der Partygäste wirken auch in diesem Jahr bereits lange vor dem Unglück wie ferngesteuert."
Und selbstverständlich hat Rave "nicht mehr im Geringsten etwas mit dem einstmaligen Begriff von Musik zu tun", denn dies sei ja kein Musikantenstadel schreibt die Musikexpertin weiter und klagt: "Viele Mädchen haben den Busen blank gezogen, manche sind fast völlig nackt. Sie wiegen sich in ekstatischer Verzückung im ohrenbetäubenden Lärm, Begriffe wie Sittlichkeit oder Anstand haben sich in den abgrundtiefen Bassschlägen ins Nichts aufgelöst."
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 26. Juli 2010 um 08:38 Uhr
 
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